Leinwand grundieren – ja oder nein?
Für die meisten Anwendungen mit Acryl- oder Ölfarben ist eine Grundierung absolut empfehlenswert. Sie schützt das Leinwandgewebe – meist Baumwolle oder Leinen – vor dem Eindringen von Farbmedien und sorgt für eine gleichmäßige Oberfläche. Farben haften dadurch besser und wirken satter und brillanter.
Viele fertig bespannte Keilrahmen sind bereits ab Werk mit einer Gesso-Schicht versehen und können direkt bemalt werden. Manche Künstler tragen dennoch gerne zusätzliche Schichten auf, um die Struktur oder den Farbauftrag individuell zu beeinflussen.
In bestimmten Fällen – zum Beispiel bei experimentellen Techniken oder Mixed-Media-Arbeiten – kann es auch spannend sein, bewusst ohne Grundierung zu arbeiten. Dadurch entstehen ganz eigene Effekte und Oberflächen. Wer diesen Weg wählt, sollte sich bewusst sein, dass sich das Verhalten der Farbe und die Beschaffenheit der Leinwand deutlich von grundierten Varianten unterscheiden.
Fazit: Für klassische Acryl- oder Ölmalerei ist eine Grundierung in den meisten Fällen sinnvoll. Sie verbessert die Malbarkeit und sorgt für langanhaltend gute Ergebnisse. Wer kreativ experimentieren möchte, kann auch ungrundierte Leinwände einsetzen – je nach Technik und gewünschtem Effekt.